Planung

Ziele

Ursprung und Triebkraft jeder Planung ist ein Ziel. Das Ziel ist hinsichtlich Zeitpunkt und eventuell benötigten finanziellen Mitteln konkret formuliert, dabei immer motivierend und realistisch. Es ist zeitlich in einem gewissen Maß flexibel, d.h. ob es ein bisschen früher oder später erreicht wird, ist nicht ausschlaggebend. Man sollte sich ein Ziel auch immer bildlich vorstellen können und es so formulieren, als ob man es schon erreicht hätte.

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Wenn das Ziel nun richtig formuliert ist, dann wird Tatenergie freigesetzt – man beginnt zu Handel. Man kommt ins TUN. Um voranzukommen, sind Ziele also enorm wichtig. Das gilt für alle Bereiche des Lebens und somit natürlich auch für die Finanzplanung. Wer kein Ziel hat, kann nie das Richtige für seinen Vermögensaufbau tun und wird sich immer von neuen, vermeintlich guten, Chancen ablenken lassen.

Das nutzen viele Verkäufer in der Finanzindustrie aus und auch die Finanzmedien spielen auf diesem Feld eine große Rolle. Ein verunsicherter Anleger ohne Ziele vor Augen ist ein gefundenes Fressen. Man kann ihm alles erzählen und es passt vermeintlich immer.

Über die eigenen Ziele nachzudenken benötigt Zeit, aber sie sind es wert. Wer sein Ziel klar formuliert hat und weiß, welche Strategie er für die Erreichung einschlagen möchte, wird sich von seinem Weg schwer abbringen lassen. Das führt zum gewünschten Erfolg.

Finanzplanerisches Denken bei komplexen Zielen

Finanzplanerisches Denken ist ein hochtrabender Begriff – aber im Grunde tut es jeder im Kleinen bereits und hat es von Kindesbeinen an gelernt.

Mit dem Taschengeld fing es an: Zunächst bekam man es wöchentlich, weil der Überblick leichter zu halten war. Dann wurde eine monatliche Barzahlung daraus und im Lauf der Jahre ging es in den Dauerauftrag auf das eigene Jugendgirokonto über.

Doch egal wie man sein Taschengeld bekam, man musste immer haushalten damit: eine Woche oder einen Monat. Und wenn man einen größeren Wunsch hatte, dann konnte man entweder auf die Zuschüsse von Oma und Opa hoffen oder selbst etwas dafür tun und vom Taschengeld ein kleines bisschen dafür zur Seite legen.

Finanzplanerisches Denken bedeutet also:

  • Die Einnahmen kennen
  • Die monatlichen Ausgaben im Blick haben
  • Budgets für die einzelnen Ausgabenbereiche festlegen
  • Unterjährige Ausgaben und Wünsche zeitlich und monetär definieren
  • Entsprechende Rücklagen hierfür bilden
  • Planung und Wirklichkeit regelmäßig miteinander abgleichen
  • Schlussfolgerungen daraus ziehen und geeignete Maßnahmen daraus ableiten

Das Leben ist nach der Taschengeldphase allerdings etwas anspruchsvoller und komplexer geworden. Nicht alle oben angesprochenen Punkte sind so leicht definierbar wie früher – und in der Regel auch schwieriger einzuhalten. „Jetzt mache ich erst einmal…“ oder „Heute bin ich zu kaputt für…“ oder „Das mache ich am Wochenende“ sind sicher bekannte Ausreden und Vorsätze.

Zu aufwändig erscheint die Erfassung der Ausgaben und die Planung des eigenen Lebens. Beruflich wird man meist dazu genötigt, Budgets zu definieren und einzuhalten. Zuhause lässt man es dann oftmals bleiben und hofft, dass es schon passen wird.

Dabei ist es gar nicht so schwer, wenn man einmal begonnen hat und es macht sogar richtig Spaß, die eigenen Zahlungsströme zu erkennen und festzulegen. Möglicherweise sogar wieder in Daueraufträgen und unterschiedlichen Konten abzubilden. Das bringt Klarheit, Struktur und damit auch Sicherheit.

Der nächste Urlaub, das neue Auto, das Eigenkapital für die eigene Immobilie oder eine Renovierung sind als kurz- und mittelfristige Ziele in der Regel auch noch ganz gut vorzubereiten.

Bei der Altersvorsorge sieht es aufgrund des regelmäßig längeren Zeithorizonts oftmals anders aus. Viel mehr Parameter, viel mehr Störgrößen und viel mehr Bausteine, aus denen sich das Alterskapital zusammensetzt. Also lässt man diesen Bereich in der Planung frei und hofft, dass es schon klappen wird. Ein schwerwiegender Fehler.

Vielen Menschen fehlt hier eine Entscheidungsgrundlage – eine unabhängige Beratung, wie etwa durch die Mitglieder der Initiative Werteerhalt e.V., kann hier weiterhelfen, so dass Sie schnell zu einem anschaulichen und leicht verständlichen Lösungsansatz gelangen.